Galerie creative mind. im Westemd


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Aktuell












WINTERHIRSCH


FOTOGRAFIEN VON BRIGITTA MARIA LANKOWITZ


VERNISSAGE FREITAG, 23. JANUAR 2015 - 19.00 UHR




SELBSTPORTRÄTS MIT GEWEIH

Brigitta Maria Lankowitz liegt auf der Lauer, sie belauert sich selbst. Ganz ruhig sitzt die Fotografin da, möglichst bewegungslos, eine Dreiviertelstunde lang. Ein Bild. Mit der Kamera, vor der sie sitzt. Sie ist auf der Jagd. Aber sie schießt nicht mit dem Gewehr, sie zielt mit der Camera obscura. Ein länglicher, schwarzer Kasten. Vorne ein kleines, nadeldünnes Loch. Hier ist es nicht die Kugel, die die Gegenwart durchtrennt, sondern das Licht. Jäger und Gejagtes: Brigitta Maria Lankowitz ist beides zugleich. In ihren Kasten hat sie vorher im Dunkeln ein Fotopapier eingelegt. Jetzt ist das Licht wieder an und zwängt sich durch das winzige Loch, erkundet den schwarzen Raum dahinter, trifft auf das Fotopapier und zeichnet darauf, wo es her kam. In Schwarz-Weiß. Ein Selbstporträt der Künstlerin. Der Künstlerin mit Geweih. Der Hirsch ist lange erlegt, Brigitta Maria Lankowitz hat ihn nicht geschossen, aber sie holt sein Geweih mitsamt Schädel in ihre Serie von Selbstporträts. Sie hält es an einer Hand oder nimmt es auf den Schoß. Mal wirkt es fest und massiv, mal zart und fragil oder sogar wie eine flackernde Flamme. Ein Licht, das weit aus der zurückliegenden Zeit zu stammen scheint, beschwörend, mystisch, wie in einer anderen Welt. Der Welt, in der wir als Beobachter sitzen, wenn wir diese Bilder ansehen. Als säßen wir selbst im schmalen, langen Kasten der Camera obscura. Und schauen der Künstlerin beim Spiel mit der Zeit zu. Beim Neuordnen der Assoziationen. Und überlegen, wie ihr das gelingt, dass sie mit dem Geweih, mit dem sie zu verschmelzen scheint, überhaupt nichts vom Imponiergehabe, vom Recht des Stärkeren zum Ausdruck bringt. Sondern vom Rätsel des Lebens, des Augenblicks, der Kunst. Stille Bilder, ganz ohne Ich-Geschrei. Wie eine Meditation, nachdenklich, zurückgenommen, liebevoll. Ein So-könnte-es-auch-sein. Röhre mich nicht an! Der Künstler als kapitaler Zwölfender, brünftiger Platzhirsch, den es auf dem Kunstmarkt zu erlegen gilt.


Brigitta Reuter - so ihr bürgerlicher Name -, geboren in Maria Lankowitz, Österreich, hat an der Photoakademie in Graz studiert. Und das Geweih aus ihren Selbstporträt-Fotografien zeigt sie uns auch in natura. Brigitta Maria Lankowitz hat es mit Mullbinden umwickelt. Weich sieht es aus, das Horn, nicht mehr aggressiv, keine Waffe, eher verletzlich, empfindlich. Und das Geweih ist geborgen, ist in einem Sack aus Luftpolsterfolie - als hätte man beim Aufstellungsaufbau vergessen, es auszupacken. Aber so liegt es eben wie unter einer Decke - "Winterhirsch" nennt die Künstlerin ihre Arbeit -, einer Decke aus Schnee, einer Schneewehe. Ein Geweih, eben nicht an der Wand, nicht in der verrauchten Jagdstubn-Männergesellschaft, sondern ummantelt und in Schutz genommen. Und auch diese Arbeit ist eine Art Selbstporträt der Künstlerin. "Du hast eine Figur wie ein Sack mit Hirschgeweih", hat ihre Mutter immer zu ihr gesagt - zu ihrer Tochter, ihrem Kind, das ihr wohl so dürr und eckig erschien als Backfisch.

Nikolai Vogel, 2014












MYANMAR



Originalfotografien von Sigurd Döppel zur Sonderausstellung im Museum 5 Kontinente: MYANMAR. Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern.



Begleitend zeigen wir Objekte, Skulpturen und eine Installation von Max Wagner.

Ausstellung bis 11. Oktober - anschließend wird die Galerie renoviert und für die Herbstausstellungen vorbereitet! Sämtliche Fotografien sind weiterhin bis Mai 2015 erhältlich, Skulpturen und Objekte von Max Wagner werden dauerhaft in der Galerie (abwechselnd) gezeigt)- gerne auch auf Anfrage 0173 377 555 2 oder per Mail info@galerie-creativemind.de







Pdf zur Ausstellung im Völkerkundemuseum



Sämtliche Motive sind in 2 verschiedenen Größen mit/ohne Passepartout - auf Bamboo- Hahnemühlepapier erhältlich. Eine Auswahl der Fotografien von Sigurd Döppel zur Ausstellung000M Y A N M A R000finden Sie in unserem Shop.










"... von phantastischen Träumern..."

handkolorierte Fotografien von Walter Schels
Bilder und Skulpturen von Gabriele Schnitzenbaumer

Ausstellung vom 13.09. bis 31.10.13

Sämtliche Fotografien sind noch über den Ausstellungszeitraum in der Galerie zu sehen!








Es ist die Vergänglichkeit des Irdischen, welche die Künstlerin Gabriele Schnitzenbaumer in demselben Maße wie auch den Fotographen Walter Schels in ihren Erinnerungen und den daraus resultierenden Werken ein Leben lang begleitet hat. Beide sind sie kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in Bayern geboren (Walter Schels 1936 in Landshut, Gabriele Schnitzenbaumer 1938 in Augsburg), mit Tod und Zerstörung aufgewachsen. Heroische, der Mythologie entspringende Bronze- und Tonskulpturen tragen die Empfindungen der Künstlerin aus diesen vergangenen Zeiten mal mit lachendem, mal mit weinendem Auge, aber immer mit Würde in die Gegenwart. In den kolorierten Figuren erlangen Schnitzenbaumers Gefühle und Gedanken Formen für die Ewigkeit. Im künstlerischen Arbeitsprozess lässt sie keinen brauchbaren Gegenstand unbeachtet, wie auch die ?Trümmerfrauen? nach dem Krieg nicht ein potentielles Bauteil liegen ließen ? deshalb von ihr auch ehrfurchtsvoll ?Königinnen der Ruinen? genannt.
Aufgewachsen in derselben zertrümmerten Welt, wurde Walter Schels zum Melancholiker," verliebt in die Ruhe", "verliebt in Schwarzweiß", wie er selbst sagt. Die Thematik des Vergänglichen zieht sich wie ein roter Faden auch durch seine Arbeiten über Mensch und Natur. Mit seiner Kamera tritt er ganz nah heran an Sterbende und Verstorbene, welkende und bereits verwelkte Blütenblätter. Walter Schels portraitierte nach seiner Rückkehr aus New York (1970) in ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Serien Tiere, Pflanzen und immer wieder den Menschen selbst: verschwindend kleine, bekannte und bedeutende, lebende und leblose Menschen. Seine Fotografien halten flüchtige Momente des Lebens in vielen Facetten fest, jedoch ohne Farben, da jene das Wesentliche in seiner Arbeit nähmen. Eine der wenigen Ausnahmen stellen die handkolorierten Bilder dar, die im Zirkus, zwischen Träumern und Gaukeleien, entstanden. Walter Schels Arbeiten überzeugen in der Regel durch ihre Schlichtheit, doch die Phantasie dieser Menschen, "die als Mittler zwischen Traum und Wirklichkeit " versuchen, eine der letzten wunderschönen Illusionen in unserer Zeit aufrecht zu erhalten?, lebt schließlich von ihrer Fülle an Formen und Farben.
In der Ausstellung ?Von phantastischen Träumern?? in der Galerie creativemind.im westend öffnen diese ausgewählten Fotografien von Walter Schels zusammenmit traumhaften Bildern und Skulpturen von Gabriele Schnitzenbaumer einen Raum für unsere eigene Phantasie und Vorstellungskraft. Walter Schels ist mit dem Zirkus Roncalli "bis zum Regenbogen" gereist, hat Träumer und Träume hinter Wägen und Zeltwänden erhascht. Die bunten Bilder von Gabriele Schnitzenbaumer und ihre phantastischen Wesen scheinen mal aus ganz fernen, mal aus vertrauten Welten zu entspringen. Doch
"wo sie tanzen, was sie spielen, wer da flügelt und mit wem, das denke sich jeder selbst."

Pünktlich zu Gabriele Schnitzenbaumers 75. Geburtstag sind ab dem 13. September 2013 im Westend also die Werke zweier Kriegskinder zu sehen, in deren Atmosphäre man sich auf die Fähigkeit zurück besinnt, die sich Kinder am besten zu erhalten wissen: das Träumen.


Johanna Leisgang












Fotografien und Kalligrafien von Nomi Baumgartl - Masako Ohta -
Haikus von Gabriele Hager



Weitere Bilder zum Kauf: siehe Slideshow


im Objektrahmen 50 x 70 auf Hahnemühle Reispapier - Preis 600 Euro
mit Kalligraphie 850 Euro


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Ransome Stanley En Face Max Wagner

Die Galerie zeigt noch bis Ende April eine kleine
Auswahl an Bildern und Skulpturen der beiden Künstler.

Monotypien und Papierarbeiten von Ransome Stanley sind in der Galerie
jederzeit zu sehen.



Papierarbeiten
Monotopyen
von

Ransome Stanley

und

Skulpturen von

Max Wagner


sind in der Galerie jederzeit erhältlich











Bildserien die in der Galerie ständig ausgestellt werden - besuchen Sie unseren Shop oder rufen Sie mich an! Ich berate Sie gerne. Sämtliche Fotoarbeiten können Sie mit oder ohne Rahmen /Passepartout in der Galerie erwerben. Weiter zum Shop







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